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Santorin Artikel

Klaus Bötig über Santorin

Meine Meinung – Santorin als Urlaubsziel

Foto: Klaus Bötig, bekannter Reisejournalist und Autor zahlreicher Reiseführer über Griechenland und seine Inseln.

Einmal im Leben sollte zumindest jeder Griechenland-Fan Santorin gesehen haben. Eine Insel wie diese gibt es auf der Welt kein zweites Mal. Ob man dort allerdings auch einen längeren Urlaub gut finden wird, ist Geschmackssache. Die Preise sind relativ hoch (obwohl es durchaus auch günstige Pauschalangebote und einige günstige Tavernen gibt), die Strände sind gewöhnungsbedürftig (Lavasand und –asche, auch viel Kies, Badeschuhe unbedingt ratsam). Wenig geeignet ist Santorin für Erwachsene mit kleinen Kindern, da es keine geschützten Badebuchten gibt und das Ufer überwiegend steil abfällt. Auch dem sportlichen Urlauber hat Santorin nur relativ wenig zu bieten. Mountainbiker sind hier oft vom dichten Verkehr auf engen Straßen genervt, außerdem sind viele steile Anstiege zu bewältigen. Ideal ist Santorin freilich für Taucher.

Ein Top-Ziel ist Santorin für alle, die Glamour lieben. Es gibt jede Menge spektakulär gelegene Hotels und Apartments, exklusive Restaurants, Boutiquen, Beach Bars und Diskotheken. Auch Fotografen werden absolut begeistert sein – nicht umsonst werden Santorin-Postkarten überall in Griechenland (und zum Teil sogar auf Zypern) verkauft. Wer gern wandert, findet einzigartige Routen wie die vom Profitis Ilias über Alt-Thera nach Kamari oder Perissa oder die Kraterrandwanderung von Fira über Imerovigli nach Oia. Ein Top-Ziel ist Santorin schließlich auch für alle an Volksarchitektur und Archäologie sowie moderner Kunst und guter Keramik Interessierten. Schön an Santorin ist auf jeden Fall, dass man die meisten interessanten Ziele auf der Insel gut und preiswert mit Linienbussen erreichen kann.

Auch für Inselhüpfer (Kykladen-Rundreisende) ist Santorin ein idealer Start- oder Endpunkt, da Schiffe von und nach hier sowohl von vielen Inseln der westlichen Kykladen (Milos, Serifos, Sifnos usw.) als auch der Zentralkykladen (Paros, Naxos, Mykonos) fahren. Zudem kommt man von Santorin täglich nach Kreta und mehrmals wöchentlich nach Astypalea und Kos im Archipel des Dodekanes.

Was auf Santorin am meisten nervt, sind die unzähligen Kreuzfahrt-Touristen. Man kann ihnen jedoch relativ leicht aus dem Weg gehen, wenn man die Kraterrandgasse von Fira tagsüber weitgehend meidet und Oia nicht gerade zur Zeit des Sonnenuntergangs besucht. Für Tavernen und Bars gilt: Auf jeden Fall vor der Bestellung einen Blick auf die Preise werfen – die Preisunterschiede sind oft exorbitant!

Mehr lesen von Klaus Bötig in seinem Griechenland Blog