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Die drohenden
Buchten des Vulkans
hielten Menschen
jedoch nicht davon
ab sich schon
frühzeitig auf
Santorin
niederzulassen. Die
dorischen Stämme
kamen nach Santorin
als sie auf ihrer
Wanderung von
Lakonien nach Kreta
auf die Insel
stießen. Die
Vulkanbucht wurde
von ihnen jedoch
weitestgehend
umgangen. Vielmehr
bevorzugten sie die
steilen Anhöhen auf
der Südöstlichen
Spitze der Insel,
Mesavouno genannt.
Dabei handelt es
sich um einen
schmalen Sattel aus
Kalkstein auf
Schichten aus
Schiefer. Er hat nur
einen Zugang auf der
nordwestlichen
Seite. Der Berg
Elias, benannt nach
dem Propheten ist
ebenfalls mit ihm
verbunden.
Gerade wegen der
steil abgehenden
Felshänge, die sich
fast senkrecht ins
Meer stützen,
entschied man sich
wahrscheinlich dort
anzusiedeln.
Schließlich bietet
die Lage einen
idealen Schutz vor
Erdbeben, festen
Boden und obendrein
zwei nahegelegene
Wasserquellen. Unter
günstigen
Bedingungen konnten
Schiffe an den
Sandstränden
anlegen, die sich in
zwei kleinen Buchten
befanden. Die eine
davon lag auf der
Nordseite (Kamari)
und die andere auf
der Südseite (Perissa)
der Insel.
Santorin lag mitten
im Kreuzweg vom
Saronischen Golf
nach Kreta und
Ägypten sowie von
der Peloponnes nach
Rhodos und nach
Kleinasien.
Überhaupt zeugen ein
Vielzahl von
importierten Vasen,
die man in den
Gräbern auf Santorin
fand, von einem
regen Verkehr mit
anderen Zentren. Man
schließt darauf,
dass diese Vasen in
älterer Zeit aus
Kreta und Paros
sowie im 6.
Jahrhundert v. Chr.
aus Attika und
Korinth sowie Rhodos
und Ionien
hergebracht wurden.
Weitere kulturelle
Verbindungen oder
Entwicklungen
infolge des
Handelsverkehrs und
der Schifffahrt gibt
es nicht. Die
Beziehungen zu
anderen Orten
schienen also
oberflächlicher
gewesen zu sein als
es bei anderen
Völkern der Fall
war. Ein Grund dafür
kann auch die
Behinderung eines
unmittelbaren
Kontaktes durch das
steile Mesavouno
sein. |